Zoo-Akten als Umweltinformation

Eine Tier­schut­zor­gan­i­sa­tion hat einen Anspruch auf Ein­sicht in die Unter­la­gen zur Hal­tung des Großen Tümm­lers im Nürn­berg­er Zoo. Der Bay­erische Ver­wal­tungs­gericht­shof gab damit ein­er Tier­schut­zor­gan­i­sa­tion Recht, der die Stadt Nürn­berg nun Zugang zu einem großen Teil ihrer Unter­la­gen ver­schaf­fen muss, die sich auf die Hal­tung des Großen Tümm­lers im Nürn­berg­er Tier­garten in den Jahren 1989 und 1990 sowie 2000 bis 2011 beziehen.

Zoo-Akten als Umweltinformation

Hin­ter­grund des Ver­fahrens ist das Nachzucht­prob­lem im Nürn­berg­er Tier­garten, wo eine hohe Zahl von Früh- und Tot­ge­burten beim Großen Tümm­ler (tur­siops trun­ca­tus) auf­trat­en. Die kla­gende Tier­schut­zor­gan­i­sa­tion will mit Hil­fe der Unter­la­gen der Stadt eine umfassende Evaluierung der Hal­tungs­be­din­gun­gen durch­führen und zur Aufk­lärung des Nachzucht­prob­lems beitra­gen.

Das Ver­wal­tungs­gericht Ans­bach hat­te die Stadt bere­its zur Gewährung von Aktenein­sicht verpflichtet. Der Bay­erische Ver­wal­tungs­gericht­shof hat die Revi­sion gegen dieses Urteil nicht zuge­lassen und die Unter­la­gen als Umwelt­in­for­ma­tio­nen gew­ertet, für die das Umwelt­in­for­ma­tion­s­ge­setz (UIG) gilt.

Bay­erisch­er Ver­wal­tungs­gericht­shof, Urteil vom 24. Mai 2011 — 22 B 10.1875