Der Schutz des Waldes

Das Kli­maschutzziel, bis zum Jahr 2020 die Treib­haus­gase um 40 % zu ver­ringern, kann Deutsch­land erre­ichen.

Der Schutz des Waldes

Das hat die Bun­desregierung in ihrem Kli­maschutzbericht am 18. Novem­ber 2015 fest­ge­hal­ten. Diese erste Bilanz erfol­gte ein Jahr nach der Ver­ab­schiedung des Kli­ma-Aktion­spro­gramms 2020. Noch vor einem Jahr hat­ten Gutachter fest­gestellt, dass Deutsch­land nicht sein Kli­maschutzziel 2020 erre­ichen wird, wenn nicht zusät­zliche Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den. Aus diesem Grund ist im Dezem­ber 2014 das Kli­ma-Aktion­spro­gramm beschlossen wor­den.

Wie das Bun­desumwelt­min­is­teri­um betont, wird Deutsch­land inter­na­tion­al am Ziel für 2020 gemessen. Wobei deut­lich her­aus­gestellt wird, dass damit erst ein Etap­pen­ziel erre­icht ist. Let­z­tendlich sollen die Treib­haus­gase­mis­sio­nen in Europa und nicht nur in Deutsch­land um 80 — 95 % bis zum Jahr 2050 min­imiert wer­den. Neben speziellen Maß­nah­men und Förder­pro­gram­men wie z.B. Kli­mafre­undlich­es Bauen und Wohnen oder Energieeinspar­maß­nah­men, sollte man aber nicht vorhan­dene Ressourcen außer Acht lassen: den Wald. Er ist die Lunge der Erde. Da der Wald in sein­er Bio­masse Kohlen­stoff­diox­id bindet und Sauer­stoff freiset­zt, kann er einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des Treib­haus­gas­es leis­ten. Wie nüt­zlich der Wald ist, erfährt man auch auf fol­gen­dem Video

Beson­ders wenn es um den Schutz des Waldes geht, macht es keinen Sinn, nation­al zu denken. Vielmehr muss der Wald glob­al geschützt wer­den. Dadurch, dass der Wald die wirk­sam­ste Kohlen­diox­id­senke und gle­ichzeit­ig der bedeuten­ste Sauer­stoff­pro­duzent darstellt, hat er mit den größten Ein­fluss auf das gob­ale Kli­ma. So ist der Wald schon im Kyoto-Pro­tokoll, dem inter­na­tionalen Kli­maschutz­abkom­men, als Kli­mafak­tor ange­se­hen wor­den. Mit der Ver­ab­schiedung der Wald­grund­satzerk­lärung im Rah­men der UN-Kon­ferenz für Umwelt und Entwick­lung 1992 in Rio de Janeio ist die Entwick­lungszusam­me­nar­beit Deutsch­lands bezüglich des Waldes auf inter­na­tion­al vere­in­barte Aktio­nen aus­gerichtet wor­den. So ist der Schutz des Waldes inzwis­chen ein wichtiger Bestandteil der Entwick­lungspoli­tik Deutsch­lands. Auf der Seite des Bun­desmin­is­teri­ums für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung wird darauf expliz­it hingewiesen.Durch die Förderung nach­haltiger Wald­wirtschaft beab­sichtigt Deutsch­land die ökol­o­gis­chen Aus­gle­ichs­funk­tio­nen des Waldes zu erhal­ten und darüber hin­aus die Armut zu bekämpfen. So wird z.B. darauf geachtet, dass die Land­bevölkerung an der Bewirtschaf­tung der Wälder und den sich daraus ergeben­den Gewin­nen beteiligt wer­den. Die Ressourcen kön­nen nur wirk­sam geschützt wer­den, wenn die Bewirtschaf­tungs- und Nutzungsrechte genau fest­gelegt und auch anerkan­nt wer­den. Diese und alle anderen Maß­nah­men der deutschen Entwick­lungspoli­tik im Bere­ich des Wald­schutzes sind auf­grund der glob­alen Bedeu­tung des Waldes nicht nur für die Bevölkerung des jew­eili­gen Lan­des nüt­zlich, son­dern kom­men genau­so der Bevölkerung Deutsch­lands zugute.