Rodungsanordnung für den Weinberg

Die Land­wirtschaft­skam­mer Rhein­land-Pfalz ist nicht zuständig für die Auf­forderung, einen mit wurz­elecht­en Reben bepflanzten Wein­berg zu roden. Mit dieser Begrün­dung hat jet­zt das Ver­wal­tungs­gericht Tri­er der Klage des Winz­ers stattgegeben.

Rodungsanordnung für den Weinberg

Der Kläger hat­te vor ein paar Jahren einen Wein­berg an der Mosel mit wurz­elecht­en Ries­lin­greben bepflanzt. Daraufhin erließ die beklagte Land­wirtschaft­skam­mer Rhein­land-Pfalz auf eine Anweisung des zuständi­gen Min­is­teri­ums für Wirtschaft, Verkehr, Land­wirtschaft und Wein­bau die stre­it­ige Rodungsanord­nung mit der Begrün­dung, von wurz­elecht­en Reben gehe eine erhöhte Reblaus­ge­fahr aus. Dage­gen erhob der Winz­er Klage bei dem Ver­wal­tungs­gericht Tri­er. Die Tri­er­er Ver­wal­tungsrichter hoben die Anord­nung auf, da nach ihrer Auf­fas­sung nicht die Land­wirtschaft­skam­mer, son­dern das Dien­stleis­tungszen­trum Ländlich­er Raum Rheinpfalz für den Erlass ein­er solchen Anord­nung zuständig sei.

Ver­wal­tungs­gericht Tri­er, Urteil vom 7. Juli 2010 — 5 K 29/10.TR