Verursachungsvermutung bei Bodenverunreinigungen

Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 UmweltHG wird ver­mutet, dass der Schaden durch eine Anlage verur­sacht ist, wenn diese nach den Gegeben­heit­en des Einzelfall­es geeignet ist, den ent­stande­nen Schaden zu verur­sachen.

Verursachungsvermutung bei Bodenverunreinigungen

Diese Vorschrift ist zwar auf den Anspruch nach § 24 Abs. 2 BBod­SchG ana­log anwend­bar1. Der Tatbe­stand der Verur­sachungsver­mu­tung gemäß § 6 Abs. 1 UmweltHG erfordert jedoch Fest­stel­lun­gen dazu, dass die betrof­fene Anlage geeignet ist, den ent­stande­nen Schaden zu verur­sachen2.

Bun­des­gericht­shof, Urteil vom 29. Sep­tem­ber 2016 — I ZR 11/15

  1. vgl. BGHZ 158, 354, 370 f. []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 17.06.1997 — VI ZR 372/95, NJW 1997, 2748, 2750; Hager in Landmann/Rohmer, Umwel­trecht, 78. Lief.12 2015, § 6 UmweltHG Rn. 16 ff. []