Die Frankfurter Südumfliegung

Der Stre­it um „Südumfliegung“-Abflugroute des Flughafens Frank­furt Main geht in die näch­ste Runde.

Die Frankfurter Südumfliegung

Das Bun­desver­wal­tungs­gericht in Leipzig hat die Revi­sion gegen ein Urteil des Hes­sis­chen Ver­wal­tungs­gericht­shofs1 in Kas­sel zuge­lassen, mit dem den Kla­gen von Gemein­den und Pri­vat­per­so­n­en stattgegeben und die Fes­tle­gung von Flu­grouten für rechtswidrig erk­lärt wor­den ist, auf denen vom Flughafen Frank­furt Main nach West­en star­tende Flugzeuge zunächst in südliche Rich­tung geleit­et wer­den („Südum­fliegung“).

Der Hes­sis­che Ver­wal­tungs­gericht­shof hat­te seine Entschei­dung damit begrün­det, dass mit den Flu­grouten das Ziel ein­er sicheren und flüs­si­gen Abwick­lung der durch den Plan­fest­stel­lungs­beschluss für den Flughafe­naus­bau vorgegebe­nen Kapaz­ität nicht erre­icht wer­den könne. Tech­nisch bed­ingt kön­nten mit den Flugver­fahren gegen­wär­tig und auf unab­se­hbare Zeit max­i­mal 96/98 Flug­be­we­gun­gen in der Stunde abgewick­elt wer­den und nicht die im Plan­fest­stel­lungs­beschluss für den Aus­bau des Flughafens für den Prog­nose­fall 2020 zugrunde gelegten 126 Flug­be­we­gun­gen. Damit fehle es an einem sach­lichen Grund für die Fes­tle­gung der Flugver­fahren und die Belas­tung der Kläger mit Lärm.

Im Revi­sionsver­fahren wird das Bun­desver­wal­tungs­gericht auf Antrag der vor dem Hes­sis­chen Ver­wal­tungs­gericht­shof unter­lege­nen Bun­desre­pub­lik Deutsch­land zu prüfen haben, ob die Recht­sauf­fas­sung des Ver­wal­tungs­gericht­shofs in Kas­sel zutrifft.

Bun­desver­wal­tungs­gericht, Beschluss vom 9. Dezem­ber 2014 — 4 B 7.2014 -

  1. Hess. VGH, Urteil vom 03.09.2013 — 9 C 323/12.T []