Der Nach­hal­tig­keits­gip­fel

Auf dem Gip­fel der Ver­ein­ten Natio­nen in New York ist die 2030-Agen­da ver­ab­schie­det wor­den. In die­ser Agen­da für mehr Nach­hal­tig­keit sind 17 Zie­le fest­ge­legt wor­den, deren Umset­zung die Staa­ten­ge­mein­schaft beab­sich­tigt erfolg­reich zu ver­wirk­li­chen. Dabei sol­len Industrie‑, Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­der zusam­men dar­an arbei­ten, dass sich der gegen­wär­ti­ge Zustand der Erde nicht nur auf sozia­ler und wirt­schaft­li­cher Ebe­ne, son­dern auch in Bezug auf die Umwelt ver­bes­sert.

Der Nach­hal­tig­keits­gip­fel

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In die­sem Zusam­men­hang ver­sucht die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land den Koh­len­di­oxid-Aus­stoß im Ver­gleich zu 1990 um 40 % bis zum Jahr 2020 zu sen­ken. Dar­über hin­aus ist bis zum Jahr 2022 der Atom-Aus­stieg vor­ge­se­hen. Mit dem am 30. Juni 2011 beschlos­se­nen „13. Gesetz zur Ände­rung des Atom­ge­set­zes“ ist das Ende der Betriebs­ge­neh­mi­gung der ein­zel­nen Kern­kraft­wer­ke zeit­lich gestaf­felt fest­ge­legt wor­den. So müs­sen bis zum 31.12.2022 die letz­ten Kern­kraft­wer­ke vom Netz genom­men wer­den. Doch gera­de bei der Kern­ener­gie ist es allein mit der Abschal­tung nicht getan: Die Strah­lung wird noch Genera­tio­nen beschäf­ti­gen. Damit Kern­kraft­werks­be­trei­ber sich nicht ihrer Haf­tung für nuklea­re Ent­sor­gungs­kos­ten ent­zie­hen kön­nen, ist am 14. Okto­ber 2015 vom Bun­des­ka­bi­nett das Gesetz zur Nach­haf­tung für Rück­bau- und Ent­sor­gungs­kos­ten im Kern­ener­gie­be­reich beschlos­sen wor­den. So soll auch im Fall von Kon­zern-Umstruk­tu­rie­run­gen (u. a. Auf­spal­tung, Kün­di­gung von Unter­neh­mens­ver­trä­gen) sicher­ge­stellt sein, dass für die Rück­bau- und Ent­sor­gungs­ver­pflich­tun­gen die Mut­ter­ge­sell­schaf­ten der Betrei­ber von Kern­kraft­wer­ken haft­bar sind (eigen­stän­di­ge atom­recht­li­che Nach­haf­tung).

Aber auf sich allein gestellt kann Deutsch­land glo­bal gese­hen nicht enorm viel bewe­gen. Daher ist die gemein­sa­me Ziel­set­zung der 196 Staa­ten, die am UN-Gip­fel teil­ge­nom­men haben, beson­ders wich­tig. Die Ver­tre­ter Deutsch­lands, das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um, das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um und die Bun­des­re­gie­rung, haben sich vehe­ment für einen staat­li­chen, wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Wan­del in der Agen­da für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung auf glo­ba­ler und natio­na­ler Ebe­ne ein­ge­setzt. So ist wohl auch der Slo­gan des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung zu vestehen:„Eine Welt – Unse­re Ver­ant­wor­tung“.

Am 25. Sep­tem­ber 2015 sind auf dem Nach­hal­tig­keits­gip­fel fol­gen­de Zie­le ver­ab­schie­det wor­den:

1. kei­ne Armut
2. kein Hun­ger
3. Gesund­heit und Wohl­erge­hen für alle Men­schen jeden Alters
4. hoch­wer­ti­ge Bil­dung ent­spre­chend den Bedürf­nis­sen
5. glei­che Rech­te und Pflich­ten für Män­ner und Frau­en
6. Zugang zu sau­be­rem Was­ser und Sani­tär­an­la­gen
7. erschwing­li­che Ener­gie­ver­sor­gung durch erneu­er­ba­re Ener­gie­quel­len
8. Wirt­schafts­wachs­tum mit Voll­be­schäf­ti­gung und men­schen­wür­di­ge Arbeit
9. För­de­rung der Indus­trie, Inno­va­tio­nen und Infra­struk­tur
10. Ungleich­heit mini­mie­ren, sowohl zwi­schen als auch inner­halb von Staa­ten
11. nach­hal­ti­ge und wie­der­stands­fä­hi­ge Städ­te und Gemein­den
12. För­de­rung von nach­hal­ti­gem Kon­sum und Pro­duk­ti­on
13. dem Kli­ma­wan­del ent­ge­gen­wir­ken
14. Leben unter Was­ser schüt­zen und die Mee­res­res­sour­cen scho­nend nut­zen
15. Leben an Land schüt­zen und nach­hal­tig nut­zen
16. För­de­rung einer fried­li­chen Gesell­schaft mit sta­bi­len Insti­tu­tio­nen und Zugang zur Jus­tiz
17. Zusam­men­ar­beit und glo­ba­le Part­ner­schaf­ten zur Errei­chung der Zie­le