Zutei­lungs­kür­zung bei den Emissionsberechtigungen

Es ver­stößt nicht gegen Art. 2 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit der Finanz­ver­fas­sung des Grund­ge­set­zes sowie gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz, dass die im Rah­men des euro­pa­recht­li­chen Emis­si­ons­han­dels­sys­tems aus­ge­ge­be­nen Berech­ti­gun­gen zur Emis­si­on von Treib­haus­ga­sen für Betrei­ber strom­pro­du­zie­ren­der Anla­gen mitt­ler­wei­le nicht mehr voll­stän­dig kos­ten­los zuge­teilt wer­den und eine zuvor gesetz­lich vor­ge­se­he­ne Zutei­lungs­ga­ran­tie nicht ver­län­gert wurde.

Zutei­lungs­kür­zung bei den Emissionsberechtigungen

Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Ver­fas­sungs­be­schwer­de einer Anla­gen­be­trei­be­rin gegen die Kür­zung der auf ihr Kraft­werk ent­fal­len­den Berech­ti­gun­gen nicht zur Ent­schei­dung angenommen.

Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen in der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 – 2012[↑]

Das euro­pa­wei­te Emis­si­ons­han­dels­sys­tem beruht auf der Richt­li­nie 2003/​87/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 13.10.2003 über ein Sys­tem für den Han­del mit Treib­haus­gas­emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten in der Gemein­schaft und zur Ände­rung der Richt­li­nie 96/​61/​EG des Rates (Emis­si­ons­han­dels­richt­li­nie – EH-RL) [1]. Nach Art. 10 Satz 2 EH-RL tei­len die Mit­glied­staa­ten für den vor­lie­gend maß­geb­li­chen Zeit­raum von 2008 bis 2012 min­des­tens 90 % der Zer­ti­fi­ka­te kos­ten­los zu. Die sich aus der Emis­si­ons­han­dels­richt­li­nie erge­ben­de Ver­pflich­tung zur Ein­füh­rung eines Emis­si­ons­han­dels­sys­tems wur­de in Deutsch­land grund­le­gend durch das Gesetz über den Han­del mit Berech­ti­gun­gen zur Emis­si­on von Treib­haus­ga­sen (Treib­haus­gas-Emis­si­ons-han­dels­ge­setz – TEHG) vom 08.07.2004 [2] umge­setzt. Die natio­na­len Zie­le für die Emis­si­on von Koh­len­di­oxid in Deutsch­land sowie die Regeln für die Zutei­lung von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen bestimm­te für den Zeit­raum von 2008 bis 2012 das Gesetz über den natio­na­len Zutei­lungs­plan für Treib­haus­gas-Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen in der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 (Zutei­lungs­ge­setz 2012 – ZuG 2012) vom 07.08.2007 [3].

Die Gesamt­men­ge (soge­nann­te Cap) der nach den Regeln des Zutei­lungs­ge­set­zes 2012 zuzu­tei­len­den Berech­ti­gun­gen ist auf 453, 07 Mio. pro Jahr beschränkt (§ 4 Abs. 2 Satz 1 ZuG 2012). Die Zutei­lung der Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen für Indus­trie­an­la­gen und an Anla­gen der Ener­gie­wirt­schaft erfolgt nach den §§ 6 ff. ZuG 2012. Falls die Gesamt­men­ge der nach den Vor­ga­ben des Zutei­lungs­ge­set­zes 2012 – mit Aus­nah­me der Zutei­lung für Neu­an­la­gen nach § 9 ZuG 2012 – zuzu­tei­len­den Berech­ti­gun­gen die in § 4 Abs. 3 ZuG 2012 bestimm­te Men­ge über­steigt, sieht die Vor­schrift eine antei­li­ge Kür­zung von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen vor. Die Rege­lung des § 2 Satz 3 ZuG 2012 ersetzt weit­ge­hend die im Gesetz über den natio­na­len Zutei­lungs­plan für Treib­haus­gas-Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen in der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2005 bis 2007 (Zutei­lungs­ge­setz 2007 – ZuG 2007) vom 26.08.2004 [4] an ver­schie­de­nen Stel­len ent­hal­te­nen peri­oden­über­grei­fen­den Aus­nah­men von der antei­li­gen Kür­zung (Zutei­lungs­ga­ran­tie).

Wäh­rend nach dem Zutei­lungs­ge­setz 2007 für die Zutei­lungs­pe­ri­ode 2005 bis 2007 sämt­li­che Berech­ti­gun­gen kos­ten­los zuge­teilt wor­den waren (§ 18 Satz 1 ZuG 2007), führt das Zutei­lungs­ge­setz 2012 für die Peri­ode 2008 bis 2012 die kos­ten­pflich­ti­ge Ver­äu­ße­rung eines bestimm­ten Anteils ein (§§ 19 bis 21 ZuG 2012). Die mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit­tel­bar ange­grif­fe­ne Rege­lung des § 19 ZuG 2012 lau­te­te in ihrer ursprüng­li­chen Fassung:

§ 19 Umfang und Verwendung

1 In der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 wer­den unbe­scha­det des § 5 Abs. 3 40 Mil­lio­nen Berech­ti­gun­gen pro Jahr nach Maß­ga­be der §§ 20 und 21 ver­äu­ßert. 2 Die Erlö­se aus der Ver­äu­ße­rung ste­hen dem Bund zu. 3 Sie wer­den in den Ein­zel­plan des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Umwelt, Natur­schutz und Reak­tor­si­cher­heit ein­ge­stellt. 4 Über die Ver­wen­dung der Erlö­se wird im Rah­men des jähr­li­chen Haus­halts­ge­set­zes entschieden.

§ 19 Satz 3 ZuG 2012 ist mit Gesetz zur Anpas­sung der Rechts­grund­la­gen für die Fort­ent­wick­lung des Emis­si­ons­han­dels vom 21.07.2011 [5] auf­ge­ho­ben wor­den. Aus § 19 Satz 4 ZuG 2012 a.F. wur­de im Zuge des­sen § 19 Satz 3 ZuG 2012 n.F.

Das Berech­ti­gungs­auf­kom­men für die Ver­äu­ße­rung wird gemäß § 20 ZuG 2012 durch eine Kür­zung aus­schließ­lich der auf die Pro­duk­ti­on von Strom ent­fal­len­den Zutei­lungs­men­gen erzielt:

§ 20 Aufkommen

Zur Erzie­lung des Berech­ti­gungs­auf­kom­mens für die Ver­äu­ße­rung wird bei Anla­gen nach Anhang 1 Zif­fern I bis V des Treib­haus­gas-Emis­si­ons­han­dels­ge­set­zes, die eine Zutei­lung nach den §§ 7 bis 9 oder nach § 12 erhal­ten, die auf die Pro­duk­ti­on von Strom ent­fal­len­de Zutei­lungs­men­ge um einen Fak­tor ver­rin­gert, der dem Ver­hält­nis von 38 Mil­lio­nen Berech­ti­gun­gen pro Jahr zur gesam­ten jähr­li­chen Zutei­lung für die Strom­pro­duk­ti­on an bestehen­de Anla­gen nach den §§ 7, 8 und 12 entspricht.

Der Aus­gangs­sach­ver­halt[↑]

Die Kraft­werks­be­trei­be­rin betreibt das in den Jah­ren 1963 bis 1974 in Betrieb gegan­ge­ne, im Wesent­li­chen der Strom­erzeu­gung die­nen­de Braun­koh­le­kraft­werk N. mit den Blö­cken A bis H (Bestands­an­la­ge) und dem im Jah­re 2003 neu errich­te­ten Block K (Erwei­te­rungs­an­la­ge).

Mit Bescheid vom 20.02.2008 teil­te die Deut­sche Emis­si­ons­han­dels­stel­le der Kraft­werks­be­trei­be­rin für die Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 ins­ge­samt 72.792.515 Berech­ti­gun­gen für das Kraft­werk zu. Dabei leg­te sie der Zutei­lung einen Emis­si­ons­wert für die Strom­pro­duk­ti­on von 750 Gramm CO2 je Kilo­watt­stun­de Net­to­strom­erzeu­gung zugrun­de. Die so ermit­tel­te Zutei­lungs­men­ge kürz­te sie gemäß § 20 ZuG 2012 antei­lig um den Fak­tor von gerun­det 0, 844. Die sich dar­aus erge­ben­de Zutei­lungs­men­ge kürz­te sie wegen Über­schrei­tens der Gesamt­men­ge zuteil­ba­rer Berech­ti­gun­gen gemäß § 4 Abs. 3 ZuG 2012 wie­der­um antei­lig um den Fak­tor von gerun­det 0, 925. Für die Kapa­zi­täts­er­wei­te­rung der Anla­ge wur­den dabei im Ver­gleich zur ers­ten Zutei­lungs­pe­ri­ode um etwa 40 % weni­ger Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen zuge­teilt. Auf das gesam­te Kraft­werk bezo­gen wur­de in der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 durch die kos­ten­lo­sen Zutei­lun­gen ledig­lich etwa die Hälf­te des Bedarfs abgedeckt.

Gegen die Kür­zung erhob die Kraft­werks­be­trei­be­rin nach erfolg­lo­sem Wider­spruch Kla­ge, die das Ver­wal­tungs­ge­richt abwies. Hier­ge­gen leg­te die Kraft­werks­be­trei­be­rin die zuge­las­se­ne Sprung­re­vi­si­on ein, die das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt mit dem hier ange­grif­fe­nem Urteil vom 10.10.2012 [6] zurückwies.

Mit ihrer Ver­fas­sungs­be­schwer­de rügt die Kraft­werks­be­trei­be­rin eine Ver­let­zung ihrer Grund­rech­te bezie­hungs­wei­se grund­rechts­glei­chen Rech­te aus Art. 14 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art.20 Abs. 3, Art.19 Abs. 4 sowie Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG.

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts[↑]

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die Vor­aus­set­zun­gen des § 93a Abs. 2 BVerfGG lägen nicht vor. Der Ver­fas­sungs­be­schwer­de kom­me weder grund­sätz­li­che Bedeu­tung zu, noch sei ihre Annah­me zur Durch­set­zung der als ver­letzt gerüg­ten Grund­rech­te bezie­hungs­wei­se grund­rechts­glei­chen Rech­te ange­zeigt. Sie sei zwar im Wesent­li­chen zuläs­sig, habe aber in der Sache kei­ne Aus­sicht auf Erfolg.

Zuläs­sig­keit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de[↑]

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist weit­ge­hend zulässig.

Ins­be­son­de­re ver­fügt die Kraft­werks­be­trei­be­rin über das erfor­der­li­che Rechts­schutz­be­dürf­nis [7]. Auch nach Ablauf der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012, für wel­che die Kraft­werks­be­trei­be­rin im Aus­gangs­ver­fah­ren die Zutei­lung wei­te­rer Berech­ti­gun­gen begehr­te, ist sie wei­ter­hin beschwert. Im Fal­le der Auf­he­bung der ange­grif­fe­nen Ent­schei­dung wäre ihre Kla­ge nicht not­wen­di­ger­wei­se unzu­läs­sig. Ob der Anspruch der Kraft­werks­be­trei­be­rin auf Mehr­zu­tei­lung von Berech­ti­gun­gen für die Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 trotz deren Ablaufs noch erfüllt wer­den kann oder ob er sich mitt­ler­wei­le erle­digt hat, ist noch nicht abschlie­ßend geklärt [8].

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de genügt aller­dings nicht in jeder Hin­sicht den Begrün­dungs­an­for­de­run­gen der §§ 92, 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG.

Soweit sich die Kraft­werks­be­trei­be­rin mit­tel­bar gegen die Kür­zungs­re­ge­lung des § 4 Abs. 3 ZuG 2012 und die Rege­lung zur Zutei­lung von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen in § 7 ZuG 2012 wen­det, man­gelt es in der wei­te­ren Beschwer­de­be­grün­dung an Vor­trag dazu, aus wel­chen Grün­den sich die gerüg­te Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der genann­ten Vor­schrif­ten erge­ben soll.

Die Rüge einer Ver­let­zung des grund­rechts­glei­chen Rechts auf den gesetz­li­chen Rich­ter aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG wegen unhalt­ba­rer Hand­ha­bung der Pflicht zur Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on nach Art. 267 Abs. 3 AEUV ist eben­falls unsub­stan­ti­iert. Das Beschwer­de­vor­brin­gen lässt nicht erken­nen, dass das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt den ihm zukom­men­den Beur­tei­lungs­spiel­raum hin­sicht­lich der Vor­la­ge über­schrit­ten hat. Ins­be­son­de­re ist nicht ersicht­lich, dass es das Vor­lie­gen eines „acte clair“ in unver­tret­ba­rer Wei­se bejaht hat.

Dem steht nicht ent­ge­gen, dass der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Zusam­men­hang mit den Vor­ga­ben zur Zutei­lungs­me­tho­de in Art. 10 EH-RL inzwi­schen „die Beschrän­kung der Zahl von Zer­ti­fi­ka­ten, die ent­gelt­lich zuge­teilt wer­den kön­nen, auf 10 % aus dem Blick­win­kel der Wirt­schafts­teil­neh­mer jedes der betrof­fe­nen Sek­to­ren und nicht im Ver­hält­nis zur Gesamt­zahl der von dem Mit­glied­staat aus­ge­ge­be­nen Zer­ti­fi­ka­te“ beur­teilt [9], das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in der ange­grif­fe­nen Ent­schei­dung hin­ge­gen die gegen­tei­li­ge Auf­fas­sung ver­tre­ten hat. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat unter Anwen­dung und Aus­le­gung des mate­ri­el­len Uni­ons­rechts aus­führ­lich erläu­tert, war­um es zu der Über­zeu­gung gelangt ist, dass die Rechts­la­ge in Bezug auf Art. 10 EH-RL ein­deu­tig ist.

Mit die­ser Begrün­dung hät­te sich die Kraft­werks­be­trei­be­rin aus­ein­an­der­set­zen und im Ein­zel­nen dar­le­gen müs­sen, dass auf die­ser Grund­la­ge die Annah­me eines „acte clair“ unver­tret­bar war. Der Umstand allein, dass eine ein­zel­ne Stim­me in der Lite­ra­tur [10] zur Aus­le­gung des Art. 10 EH-RL eine ande­re Rechts­auf­fas­sung ver­tre­ten hat als das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, reicht dazu nicht aus [11].

Dar­über hin­aus ist der Rechts­schutz­ga­ran­tie des Art.19 Abs. 4 GG dadurch Genü­ge getan, dass Rechts­schutz durch deut­sche Gerich­te auch bezüg­lich der euro­pa­recht­li­chen Anfor­de­run­gen gewährt wur­de; für einen Ver­stoß gegen eine Vor­la­ge­pflicht aus den natio­na­len Grund­rech­ten und der Rechts­schutz­ga­ran­tie [12] ist nichts vor­ge­tra­gen oder ersichtlich.

Kür­zung kos­ten­lo­ser Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen[↑]

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, der Zutei­lungs­be­scheid der Deut­schen Emis­si­ons­han­dels­stel­le sei recht­mä­ßig, ver­letzt die Kraft­werks­be­trei­be­rin nicht in ihren Grund­rech­ten. Die Zutei­lungs­ent­schei­dung erweist sich weder unter dem Gesichts­punkt der vor­ge­nom­me­nen Kür­zung kos­ten­lo­ser Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen noch unter dem Blick­win­kel der Nicht­be­rück­sich­ti­gung der Zutei­lungs­ga­ran­tie aus § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 als grundrechtswidrig.

Der Grund­rechts­ein­griff durch die auf die mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit­tel­bar ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen der §§ 19, 20 ZuG 2012 gestütz­te Ver­äu­ße­rungs­kür­zung genügt den grund­recht­li­chen Anfor­de­run­gen aus Art. 2 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit der Finanz­ver­fas­sung des Grund­ge­set­zes sowie aus Art. 3 Abs. 1 GG [13].

Die Ver­äu­ße­rungs­kür­zung ist am Maß­stab der Grund­rech­te des Grund­ge­set­zes und nicht am Uni­ons­recht und den durch die­ses gewähr­leis­te­ten Grund­rech­ten zu mes­sen [14].

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ist in ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den­der Wei­se davon aus­ge­gan­gen, dass die Emis­si­ons­han­dels­richt­li­nie den Mit­glied­staa­ten zwar hin­sicht­lich der Sys­tement­schei­dung der Ein­füh­rung des Emis­si­ons­han­dels ver­bind­li­che Vor­ga­ben macht [15], ihnen aber bei der über­gangs­wei­sen Aus­ge­stal­tung der Zutei­lungs­re­ge­lun­gen für die Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 Hand­lungs­frei­räu­me belässt. Dies gilt maß­geb­lich in Bezug auf die Kür­zung kos­ten­lo­ser Zutei­lun­gen von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen, vgl. Art. 10 Satz 2 EH-RL.

Die Ver­äu­ße­rungs­kür­zung ver­letzt die Kraft­werks­be­trei­be­rin nicht in Art. 2 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit der Finanz­ver­fas­sung des Grund­ge­set­zes, die auf die im euro­pa­recht­li­chen Emis­si­ons­han­dels­sys­tem vor­ge­se­he­ne ent­gelt­li­che Ver­äu­ße­rung von Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten nicht anwend­bar ist. Für die natio­na­le Rege­lung des Emis­si­ons­han­dels­sys­tems war der Bund zustän­dig. Die ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die Voll­stän­dig­keit des Haus­halts­plans sind gewahrt.

Die nach § 19 ZuG 2012 bei der Ver­äu­ße­rung der Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te erziel­ten Ent­gel­te hat der Bun­des­ge­setz­ge­ber im Rah­men des Auf­baus des Gemein­schafts­sys­tems für den Han­del mit Treib­haus­gas­emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten gemäß Art. 1 EH-RL vor­ge­se­hen. Sol­che Ver­äu­ße­rungs­ent­gel­te fal­len nicht unter die finanz­ver­fas­sungs­recht­li­chen Bestim­mun­gen über Finanz­mo­no­po­le und Steu­ern (Art. 105 ff. GG; dazu vgl. BVerfGE 124, 235, 244; 132, 334, 349 Rn. 47; 135, 155, 206 ff. Rn. 121 ff.; 137, 1, 17 Rn. 42; stRspr).

Bei den Erlö­sen aus der Ver­äu­ße­rung der Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te han­delt es sich ins­be­son­de­re nicht um Steu­ern [16], also öffent­li­che Abga­ben, die als Gemein­last [17] ohne indi­vi­du­el­le Gegen­leis­tung („vor­aus­set­zungs­los“) zur Deckung des all­ge­mei­nen Finanz­be­darfs eines öffent­li­chen Gemein­we­sens erho­ben wer­den [18]. Die Erlö­se wer­den nicht vor­aus­set­zungs­los, son­dern als Gegen­leis­tung für die erwor­be­nen Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen erho­ben [19].

Die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen haben als Ele­ment der Schaf­fung eines Emis­si­ons­han­dels­sys­tems zur Redu­zie­rung der Emis­si­on von Koh­len­di­oxid die Luft­rein­hal­tung zum Gegen­stand [20] und unter­fal­len damit der kon­kur­rie­ren­den Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 24 GG. Hier­für bedarf es gemäß Art. 72 Abs. 2 GG kei­nes Nach­wei­ses der Erfor­der­lich­keit einer bun­des­ein­heit­li­chen Regelung.

Der Ver­fas­sungs­grund­satz der Voll­stän­dig­keit des Haus­halts­plans wird nicht dadurch berührt, dass die Ver­äu­ße­rungs­ent­gel­te im Jah­re 2012, soweit sie nicht zur Finan­zie­rung der Deut­schen Emis­si­ons­han­dels­stel­le benö­tigt wur­den, in den Son­der­fonds „Ener­gie- und Kli­ma­fonds“ über­führt wur­den (vgl. § 4 Abs. 1 Nr. 1 des Geset­zes zur Errich­tung eines Son­der­ver­mö­gens „Ener­gie- und Kli­ma­fonds“ – EKFG – vom 08.12 2010, BGBl I S. 1807 in der Fas­sung des Ände­rungs­ge­set­zes vom 29.07.2011, BGBl I S. 1702). Dem Gesetz über die Fest­stel­lung des Bun­des­haus­halts­plans für das Haus­halts­jahr 2012 (Haus­halts­ge­setz 2012) vom 22.12 2011 [21] lässt sich ent­neh­men, dass die Erlö­se aus der Ver­stei­ge­rung von Emis­si­ons­han­dels­be­rech­ti­gun­gen in der not­wen­di­gen Wei­se haus­halts­recht­lich doku­men­tiert sind [22]. Damit ist sogar den erhöh­ten Doku­men­ta­ti­ons- und Berichts­pflich­ten hin­rei­chend Genü­ge getan, die in Son­der­ver­mö­gen flie­ßen­de Son­der­ab­ga­ben zu erfül­len haben [23].

Die Ver­äu­ße­rungs­re­ge­lung des § 19 ZuG 2012 und die Kür­zungs­re­ge­lung des § 20 ZuG 2012 sind auch mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar.

Aus dem Gleich­heits­satz (Art. 3 Abs. 1 GG) folgt für das Steu­er- und Abga­ben­recht der Grund­satz der Belas­tungs­gleich­heit [24]. Die Abga­ben­pflich­ti­gen müs­sen dem Grund­satz nach durch ein Abga­ben­ge­setz recht­lich und tat­säch­lich gleich­mä­ßig belas­tet wer­den. Bei der Aus­wahl des Abga­ben­ge­gen­stands sowie bei der Bestim­mung von Abga­ben­maß­stä­ben und Abga­ben­satz hat der Gesetz­ge­ber einen weit­rei­chen­den Gestal­tungs­spiel­raum [25]. Wer eine nicht­steu­er­li­che Abga­be schul­det, ist regel­mä­ßig zugleich steu­er­pflich­tig und wird inso­fern zur Finan­zie­rung der die Gemein­schaft tref­fen­den Las­ten her­an­ge­zo­gen. Neben die­ser steu­er­li­chen Inan­spruch­nah­me bedür­fen nicht­steu­er­li­che Abga­ben, die den Ein­zel­nen zu einer wei­te­ren Finanz­leis­tung her­an­zie­hen, zur Wah­rung der Belas­tungs­gleich­heit der Abga­be­pflich­ti­gen (Art. 3 Abs. 1 GG) einer über den Zweck der Ein­nah­me­er­zie­lung hin­aus­ge­hen­den beson­de­ren sach­li­chen Recht­fer­ti­gung [26]. Als sach­li­che Grün­de, die die Bemes­sung einer nicht­steu­er­li­chen Abga­be recht­fer­ti­gen kön­nen, sind neben dem Zweck der Kos­ten­de­ckung auch Zwe­cke des Vor­teils­aus­gleichs, der Ver­hal­tens­len­kung sowie sozia­le Zwe­cke aner­kannt [27].

Die Erzie­lung von Ver­äu­ße­rungs­er­lö­sen ist gene­rell mit dem Gleich­heits­satz aus Art. 3 Abs. 1 GG ver­ein­bar. Der Ver­äu­ße­rungs­re­ge­lung des § 19 ZuG 2012 kommt ange­sichts der engen Ver­zah­nung mit der Kür­zungs­re­ge­lung des § 20 ZuG 2012 abga­ben­glei­che Wir­kung zu. Die sach­li­che Legi­ti­ma­ti­on der streit­ge­gen­ständ­li­chen Erzie­lung von Ver­äu­ße­rungs­er­lö­sen ergibt sich aus ihrem Cha­rak­ter als Vor­teils­ab­schöp­fungs­ab­ga­be im Rah­men einer öffent­lich-recht­li­chen Nut­zungs­re­ge­lung [28].

Dem Betrei­ber einer Anhang 1 zum Treib­haus­gas-Emis­si­ons­han-dels­ge­setz unter­fal­len­den Anla­ge, dem der Staat Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen ver­kauft, wird ein Son­der­vor­teil gegen­über all den­je­ni­gen Betrei­bern emis­si­ons­han­dels­pflich­ti­ger Anla­gen zuteil, die nicht über (genü­gend) Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen ver­fü­gen und damit die Luft nicht im glei­chen Umfang zum Zweck der Ablei­tung von CO2-Emis­sio­nen nut­zen dür­fen. Dass außer­halb des Anwen­dungs­be­reichs des Treib­haus­gas-Emis­si­ons­han­dels­ge­set­zes die Emis­si­on von Koh­len­di­oxid ohne Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te zuläs­sig ist, ändert nichts an dem Son­der­vor­teil inner­halb des Emis­si­ons­han­dels­sys­tems. Den Son­der­vor­teil, der mit dem Emis­si­ons­zer­ti­fi­kat ver­bun­den ist, erhält jeder, der eine sol­che Berech­ti­gung vom Staat käuf­lich erwirbt, sei es der Betrei­ber einer strom­pro­du­zie­ren­den Anla­ge der Ener­gie­wirt­schaft, der Betrei­ber einer Indus­trie­an­la­ge oder ein Drit­ter. Dass die Betrei­ber strom­pro­du­zie­ren­der Anla­gen der Ener­gie­wirt­schaft wegen der Kür­zungs­re­ge­lung des § 20 ZuG 2012 finan­zi­ell fak­tisch stär­ker belas­tet sein mögen als ande­re Anla­gen­be­trei­ber, ändert nichts an der Exis­tenz die­ses Sondervorteils.

Die Rein­heit der Luft stellt eine knap­pe natür­li­che Res­sour­ce dar. Der deut­sche Gesetz­ge­ber hat mit der Ein­füh­rung des Emis­si­ons­han­dels­sys­tems die Knapp­heits­si­tua­ti­on dar­aus her­ge­lei­tet, dass die Luft nur in begrenz­tem Maße Koh­len­di­oxid auf­neh­men kön­ne, ohne dass dies schäd­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Kli­ma habe (vgl. § 1 TEHG; BT-Drs. 15/​2328, S. 7; vgl. auch Erwä­gungs­grund Nr. 3 der Emis­si­ons­han­dels­richt­li­nie). Das knap­pe Gut ist folg­lich nicht die Luft selbst, son­dern ihr Ver­schmut­zungs­grad. Die­se Erwä­gung ist ohne wei­te­res nach­voll­zieh­bar, jeden­falls aber von Ver­fas­sungs wegen nicht zu beanstanden.

Die Nut­zung der Luft durch Emis­si­on von Koh­len­di­oxid durch stark emit­tie­ren­de Anla­gen unter­liegt in Form des Emis­si­ons­han­dels­re­gimes auch einer öffent­lich-recht­li­chen Bewirt­schaf­tung [29]. Mit dem Emis­si­ons­han­dels­sys­tem ist ein bis dahin kos­ten­frei­er und nur durch die natür­li­chen Res­sour­cen­gren­zen beschränk­ter Nut­zungs­raum dem unge­re­gel­ten Zugriff ent­zo­gen und kon­tin­gen­tiert worden.

Der Staat fun­giert auch nicht als blo­ßer „Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor“. Die Teil­nah­me am Emis­si­ons­han­dels­sys­tem ist den Ver­ant­wort­li­chen nicht frei­ge­stellt und wird in ihren Rah­men­be­din­gun­gen hoheit­lich kon­trol­liert. Eine Bewirt­schaf­tungs­ord­nung setzt nicht zwin­gend eine hoheit­li­che Ver­lei­hung begrenz­ter Nut­zungs­rech­te vor­aus. Ent­schei­det sich der demo­kra­tisch legi­ti­mier­te Gesetz­ge­ber für eine Bewirt­schaf­tung nach Markt­grund­sät­zen, muss aller­dings das als knapp defi­nier­te Gut men­gen­mä­ßig begrenzt wer­den [30]. Denn nur wenn die Zahl der aus­ge­ge­be­nen Berech­ti­gun­gen hin­ter dem Bedarf zurück­bleibt, kann sich ein Markt­preis bil­den, der die Markt­teil­neh­mer zu kos­ten­ef­fi­zi­en­tem Ver­hal­ten ver­an­lasst [31]. Ohne die­se staat­li­che Fest­le­gung der Nutz­bar­keit der Luft wäre das Emis­si­ons­han­dels­sys­tem funk­ti­ons­los [32].

Die grund­le­gen­de Bewirt­schaf­tungs­ent­schei­dung ist in der Schaf­fung eines Han­dels mit Berech­ti­gun­gen zur Emis­si­on von Treib­haus­ga­sen zu sehen (vgl. § 1 TEHG), die in den Men­gen­be­gren­zun­gen des Zutei­lungs­ge­set­zes 2012 ihre prä­zi­sie­ren­de und quan­ti­fi­zie­ren­de Aus­ge­stal­tung fin­det [33]. Durch Bestim­mung des Cap, also der Gesamt­men­ge der zuläs­si­gen Emis­sio­nen (vgl. § 4 Abs. 2 Satz 1 ZuG 2012), setzt der Staat den Markt­me­cha­nis­mus über­haupt erst in Gang. Die Nut­zung der Res­sour­ce Luft wird durch die­se Begren­zung quan­ti­ta­tiv gesteu­ert und einer markt­wirt­schaft­li­chen Ver­tei­lungs­ord­nung unter­wor­fen [32].

Die­ses Bewirt­schaf­tungs­sys­tem fußt auf der Ver­knap­pung der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Umwelt­res­sour­cen durch staat­li­che Fest­le­gung. Mit­hin ist nicht die Abga­ben­er­he­bung selbst das zur Recht­fer­ti­gung anzu­füh­ren­de Bewirt­schaf­tungs­sys­tem, son­dern die Bestim­mung eines nur begrenzt zur Ver­fü­gung ste­hen­den Emis­si­ons­kon­tin­gents. Die Ver­äu­ße­rungs­ent­gel­te sind nur Spie­gel­bil­der der Knapp­heit, nicht ihre Ursa­che [34].

Auch die Ver­äu­ße­rungs­kür­zung gemäß § 20 ZuG 2012 ver­stößt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG. Soweit die Kraft­werks­be­trei­be­rin eine Benach­tei­li­gung der Betrei­ber strom­pro­du­zie­ren­der Anla­gen der Ener­gie­wirt­schaft gegen­über den Betrei­bern ande­rer Anla­gen gel­tend macht, weil ers­te­re infol­ge der Kür­zung gemäß § 20 ZuG 2012 fak­tisch in einem stär­ke­ren Aus­maß mit Ver­äu­ße­rungs­ent­gel­ten belas­tet sei­en als letz­te­re, rügt sie der Sache nach eine Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Gleich­heits­sat­zes (Art. 3 Abs. 1 GG). Unab­hän­gig davon, ob die Rüge inso­weit den Sub­stan­ti­ie­rungs­an­for­de­run­gen genügt (§ 23 Abs. 1 Satz 2 Halb­satz 2, § 92 BVerfGG), ist jeden­falls Art. 3 Abs. 1 GG auch dadurch nicht verletzt.

Die mit der Kür­zung der Zutei­lung kos­ten­lo­ser Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen ver­bun­de­ne grö­ße­re Belas­tung der strom­pro­du­zie­ren­den Anla­gen der Ener­gie­wirt­schaft im Ver­gleich ins­be­son­de­re zu Indus­trie­an­la­gen ist aus Grün­den der Vor­teils­ab­schöp­fung sach­lich gerecht­fer­tigt. Mit der Kür­zungs­re­ge­lung des § 20 ZuG 2012 wer­den Vor­tei­le aus­ge­gli­chen, die den strom­pro­du­zie­ren­den Unter­neh­men mit der kos­ten­lo­sen Zutei­lung von Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten nach objek­ti­ven Markt­ge­ge­ben­hei­ten über die Befug­nis zur Nut­zung der Luft zum Anla­gen­be­trieb hin­aus zuteil­wer­den [35]. Der Gesetz­ge­ber geht davon aus, dass auf dem deut­schen Strom­markt – anders als in ande­ren Bran­chen – ein hoher Ein­prei­sungs­grad besteht und damit die Strom­erzeu­ger über die Mög­lich­keit ver­fü­gen, mit den kos­ten­los zuge­teil­ten Zer­ti­fi­ka­ten nicht inten­dier­te Zusatz­er­lö­se zu gene­rie­ren [36]. Die Unter­schei­dung zwi­schen Zutei­lun­gen für Bran­chen, die den Markt­wert kos­ten­los zuge­teil­ter Zer­ti­fi­ka­te ein­prei­sen kön­nen, und sol­chen, die dazu nicht in der Lage sind, ist durch hin­rei­chend gewich­ti­ge sach­li­che Grün­de gerechtfertigt.

Nicht­be­rück­sich­ti­gung der Zutei­lungs­ga­ran­tie[↑]

Die mit­tel­bar mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de ange­grif­fe­ne Rege­lung des § 2 Satz 3 ZuG 2012, nach der die Zutei­lungs­ga­ran­tie des § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 in der Zutei­lungs­pe­ri­ode 2008 bis 2012 nicht fort­gilt, ist von Ver­fas­sungs wegen eben­falls nicht zu bean­stan­den, so dass es nicht dar­auf ankommt, ob die Ent­schei­dung der Kom­mis­si­on K(2006)5609 endg. vom 29.11.2016 uni­ons­recht­lich for­mell und mate­ri­ell recht­mä­ßig ist.

Ob und inwie­weit ein dem Grun­de nach gesetz­lich garan­tier­ter, im Ein­zel­nen aller­dings erst mit Inkraft­tre­ten eines künf­ti­gen Geset­zes – hier: des Zutei­lungs­ge­set­zes 2012 – ent­ste­hen­der Anspruch auf unge­kürz­te Zutei­lung kos­ten­lo­ser Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te in den Schutz­be­reich von Art. 14 Abs. 1 GG fällt [37], kann letzt­lich dahin­ste­hen. Denn selbst wenn man die Strei­chung der Zutei­lungs­ga­ran­tie des § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 durch § 2 Satz 3 ZuG 2012 als Ein­griff in Art. 14 Abs. 1 GG ansieht, ist die­ser jeden­falls gerechtfertigt.

Die Eigen­tums­ga­ran­tie gebie­tet nicht, ein­mal aus­ge­stal­te­te Rechts­po­si­tio­nen für alle Zukunft in ihrem Inhalt unan­ge­tas­tet zu las­sen [38]. Selbst die völ­li­ge Besei­ti­gung bis­her bestehen­der, durch die Eigen­tums­ga­ran­tie geschütz­ter Rechts­po­si­tio­nen kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen zuläs­sig sein [39]. Der Gesetz­ge­ber unter­liegt dabei jedoch beson­de­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Schran­ken [40]. Der Ein­griff in die nach frü­he­rem Recht ent­stan­de­nen Rech­te muss durch Grün­de des öffent­li­chen Inter­es­ses unter Berück­sich­ti­gung des Grund­sat­zes der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit gerecht­fer­tigt sein [41]. Die Grün­de des öffent­li­chen Inter­es­ses, die für einen sol­chen Ein­griff spre­chen, müs­sen so schwer­wie­gend sein, dass sie Vor­rang haben vor dem Ver­trau­en des Bür­gers auf den Fort­be­stand sei­nes Rechts, das durch den Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG inne­woh­nen­den Bestands­schutz gesi­chert wird [42]. Auch das zuläs­si­ge Aus­maß des Ein­griffs hängt vom Gewicht des dahin­ter­ste­hen­den öffent­li­chen Inter­es­ses ab [43]. Die völ­li­ge, über­gangs- und ersatz­lo­se Besei­ti­gung einer Rechts­po­si­ti­on kann jeden­falls nur unter beson­de­ren Vor­aus­set­zun­gen in Betracht kom­men [44].

Gestal­tet der Gesetz­ge­ber Inhalt und Schran­ken unter­neh­me­ri­schen Eigen­tums durch Ände­rung der Rechts­la­ge, muss er ins­be­son­de­re die Grund­sät­ze der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit und des Ver­trau­ens­schut­zes ach­ten. Dabei hat er den Bestand von Betrie­ben und die im Ver­trau­en auf die Geset­zes­la­ge getä­tig­ten Inves­ti­tio­nen ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen. Im Übri­gen garan­tiert Art. 14 Abs. 1 GG den Unter­neh­men eben­so wenig wie ande­re Grund­rech­te den Erhalt einer Geset­zes­la­ge, die ihnen güns­ti­ge Markt­chan­cen sichert [45].

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt unter­schei­det bei rück­wir­ken­den Geset­zen in stän­di­ger Recht­spre­chung zwi­schen Geset­zen mit ech­ter Rück­wir­kung, die grund­sätz­lich nicht mit der Ver­fas­sung ver­ein­bar sind [46], und sol­chen mit unech­ter Rück­wir­kung, die grund­sätz­lich zuläs­sig sind [47]. Eine Rechts­norm ent­fal­tet ech­te Rück­wir­kung, wenn sie nach­träg­lich in einen abge­schlos­se­nen Sach­ver­halt ändernd ein­greift [48]. Dies ist der Fall, wenn ihre Rechts­fol­ge mit belas­ten­der Wir­kung schon vor dem Zeit­punkt ihrer Ver­kün­dung für bereits abge­schlos­se­ne Tat­be­stän­de gel­ten soll („Rück­be­wir­kung von Rechts­fol­gen“) [49]. Eine Rechts­norm ent­fal­tet hin­ge­gen unech­te Rück­wir­kung, wenn sie auf gegen­wär­ti­ge, noch nicht abge­schlos­se­ne Sach­ver­hal­te und Rechts­be­zie­hun­gen für die Zukunft ein­wirkt und damit zugleich die betrof­fe­ne Rechts­po­si­ti­on nach­träg­lich ent­wer­tet [50].

Es kann offen­blei­ben, ob die Rege­lung des § 2 Satz 3 ZuG 2012 auf­grund eines etwaig in § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 nor­mier­ten beson­de­ren Ver­trau­ens­tat­be­stan­des den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen einer ech­ten Rück­wir­kung genü­gen muss [51]. Die Strei­chung der Zutei­lungs­ga­ran­tie des § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 wäre selbst dann nicht zu bean­stan­den, wenn ihr ech­te Rück­wir­kung zukä­me. Denn ein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en der betref­fen­den Anla­gen­be­trei­ber auf den Fort­be­stand der Zutei­lungs­ga­ran­tie konn­te sich zu kei­nem Zeit­punkt bilden.

Das Ver­trau­en der Betrof­fe­nen auf die gel­ten­de Rechts­la­ge bedarf ins­be­son­de­re dann nicht des Schut­zes gegen­über sach­lich begrün­de­ten rück­wir­ken­den Geset­zes­än­de­run­gen, wenn dadurch kein oder nur ganz uner­heb­li­cher Scha­den ver­ur­sacht wor­den ist [52]. Auch das Rechts­staats­prin­zip schützt nicht vor jeg­li­cher Ent­täu­schung [53]. Die gesetz­li­che Rege­lung muss gene­rell geeig­net sein, aus dem Ver­trau­en auf ihr Fort­be­stehen her­aus Ent­schei­dun­gen und Dis­po­si­tio­nen her­bei­zu­füh­ren oder zu beein­flus­sen, die sich bei Ände­rung der Rechts­la­ge als nach­tei­lig erwei­sen [54].

Es erscheint bereits frag­lich, ob die Rege­lung des § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 gene­rell geeig­net war, die betref­fen­den Anla­gen­be­trei­ber zu schutz­wür­di­gen Dis­po­si­tio­nen von nicht uner­heb­li­chem Gewicht zu ver­an­las­sen. § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 knüpf­te an bereits vor Inkraft­tre­ten des Zutei­lungs­ge­set­zes 2007 getä­tig­te und abge­schlos­se­ne Inves­ti­tio­nen an [55]. Dies gilt sowohl für den unmit­tel­ba­ren Anwen­dungs­be­reich der Norm, der neue­re Bestands­an­la­gen erfasst, als auch für ihre Inbe­zug­nah­me durch § 8 Abs. 5 ZuG 2007, die neue­re Kapa­zi­täts­er­wei­te­run­gen betrifft. Der Gesetz­ge­ber woll­te damit bereits erfolg­te Anstren­gun­gen zur Emis­si­ons­min­de­rung hono­rie­ren, nicht aber Anrei­ze für zukünf­ti­ge Inves­ti­tio­nen schaffen.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist nicht ersicht­lich, inwie­weit die Zutei­lungs­ga­ran­tie die betref­fen­den Anla­gen­be­trei­ber dazu ver­an­las­sen soll­te, im Ver­trau­en auf ihren Fort­be­stand erheb­li­che Inves­ti­tio­nen ins Werk zu set­zen, die sich nun­mehr als nach­tei­lig erwie­sen hät­ten. Das dies­be­züg­li­che Vor­brin­gen der Kraft­werks­be­trei­be­rin geht über den pau­scha­len Vor­trag nicht hin­aus, die durch § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 ver­mit­tel­te Sicher­heit habe „natur­ge­mäß“ zu Dis­po­si­tio­nen etwa hin­sicht­lich des Ein­ge­hens von ver­trag­li­chen Bezie­hun­gen, der Durch­füh­rung von Inves­ti­ti­ons­pro­gram­men oder der Ver­wen­dung ansons­ten für den Berech­ti­gungs­zu­kauf vor­ge­se­he­ner Finanz­mit­tel für ande­re Zwe­cke angeregt.

Im Übri­gen war das Sys­tem ins­ge­samt von einem expe­ri­men­tel­len Cha­rak­ter geprägt, das sich in der Seg­men­tie­rung in ver­schie­de­ne Zutei­lungs­pe­ri­oden nie­der­schlug. Ein Ver­trau­en dar­auf, dass die Rege­lun­gen in einer Zutei­lungs­pe­ri­ode für die nächs­te nicht geän­dert wür­den, und dar­auf gestütz­te Inves­ti­tio­nen sind weder ersicht­lich noch wären sie schutz­wür­dig [56].

Selbst wenn man mit der Kraft­werks­be­trei­be­rin davon aus­geht, dass die Zutei­lungs­ga­ran­tie zu Dis­po­si­tio­nen von erheb­li­chem Gewicht füh­ren konn­te, erweist sich ein Ver­trau­en der betref­fen­den Anla­gen­be­trei­ber als nicht schutz­wür­dig. Es ist weder dar­ge­legt noch sonst ersicht­lich, dass die Strei­chung der Zutei­lungs­ga­ran­tie des § 8 Abs. 1 Satz 2 ZuG 2007 die betref­fen­den Anla­gen­be­trei­ber unan­ge­mes­sen benach­tei­ligt. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt führt in der ange­grif­fe­nen Ent­schei­dung in ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den­der Wei­se aus, dass durch die grund­le­gen­de Umstel­lung der Zutei­lungs­re­geln für bestehen­de Ener­gie­an­la­gen vom bis­her gel­ten­den „Grand­f­a­the­ring“ auf das „Bench­mar­king“ dem Effi­zi­enz­ge­dan­ken und der Berück­sich­ti­gung des Min­de­rungs­po­ten­ti­als der jewei­li­gen Anla­ge Rech­nung getra­gen wer­de. Die Erwei­te­rung des Bench­mar­king-Sys­tems führt dem­nach dazu, dass sich die Zutei­lung für die genann­ten Bestands­an­la­gen an den Emis­sio­nen hoch­ef­fi­zi­en­ter Neu­an­la­gen ori­en­tiert [57].

Schließ­lich ist die stär­ke­re Belas­tung der Ener­gie­wirt­schaft im Ver­gleich zur Indus­trie auch damit zu recht­fer­ti­gen, dass letz­te­re stär­ker in einem glo­ba­len Wett­be­werb steht und somit weni­ger in der Lage ist, Zusatz­er­lö­se aus kos­ten­frei zuge­teil­ten Zer­ti­fi­ka­ten zu gene­rie­ren [36].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 5. März 2018 – 1 BvR 2864/​13

  1. ABl Nr. L 275 S. 32[]
  2. BGBl I S. 1578[]
  3. BGBl I S. 1788[]
  4. BGBl I S. 2211[]
  5. BGBl I S. 1475[]
  6. BVerwG, Urteil vom 10.10.2012 – 7 C 10.10, BVerw­GE 144, 248 ff.[]
  7. vgl. hier­zu BVerfGE 50, 244, 247 f.; 81, 138, 140; stRspr[]
  8. vgl. in die­sem Sin­ne aber OVG Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 14.04.2016 – OVG 12 B 31.1420 ff.; VG Ber­lin, Urteil vom 04.09.2014 – 10 K 98.10 39 ff.; bei­de noch nicht rechts­kräf­tig[]
  9. vgl. EuGH, Urteil vom 26.02.2015, ŠKO-Ener­go s.r.o./Odvolací finanční ředi­telst­ví, – C‑43/​14, EU:C:2015:120, Rn. 28[]
  10. vgl. Kerth, Emis­si­ons­han­del im Gemein­schafts­recht, 2004, S. 211[]
  11. vgl. BVerfG, Beschluss vom 10.05.2001 – 1 BvR 481/​01 u.a., NVwZ 2001, S. 1148, 1150; Beschluss vom 31.03.2016 – 2 BvR 929/​14, NJW 2016, S. 2401, 2402 Rn. 29; Beschluss vom 02.02.2017 – 2 BvR 787/​16 38[]
  12. vgl. BVerfGE 142, 74, 115 Rn. 123[]
  13. vgl. zuletzt BVerfGE 137, 1, 17 Rn. 42, 20 Rn. 48 ff.; 144, 369, 397 Rn. 62 m.w.N.[]
  14. vgl. hier­zu BVerfGE 73, 339, 387; 118, 79, 95; 121, 1, 15; 125, 260, 306 f.; 129, 186, 198 f.; 133, 277, 313 ff. Rn. 88 ff.; 140, 317, 337 ff. Rn. 43 ff.; 142, 74, 112 f. Rn. 115[]
  15. vgl. bereits BVerfG, Beschluss vom 14.05.2007 – 1 BvR 2036/​05, NVwZ 2007, S. 942[]
  16. vgl. in Bezug auf die Erlö­se aus der UMTS-Ver­stei­ge­rung BVerfGE 105, 185, 193 f.[]
  17. vgl. BVerfGE 110, 274, 294; 123, 132, 140[]
  18. vgl. BVerfGE 49, 343, 353; 110, 274, 294; 124, 235, 243; 124, 348, 364; 137, 1, 17 Rn. 41; BVerfG, Beschluss vom 13.04.2017 – 2 BvL 6/​13, Rn. 100[]
  19. vgl. Sack­s­of­sky, Recht­li­che Mög­lich­kei­ten des Ver­kaufs von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen, 2008, S. 16; Burgi/​Selmer, Ver­fas­sungs­wid­rig­keit einer ent­gelt­li­chen Zutei­lung von Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten, 2007, S. 22 f.; Hel­big, Wind­fall Pro­fits im euro­päi­schen Emis­si­ons­han­del, 2010, S.203 f.; Wein­reich, in: Landmann/​Rohmer, Umwelt­recht, § 19 ZuG 2012 Rn. 21, April 2009; Frenz, DVBl 2007, S. 1385, 1385 f.[]
  20. vgl. BT-Drs. 16/​5769, S. 23 f.[]
  21. BGBl I S. 2938[]
  22. vgl. Anla­ge 3 zu Kapi­tel 6002 des Bun­des­haus­halts­plans 2012[]
  23. vgl. BVerfGE 108, 186, 218 f.; 110, 370, 393; 124, 235, 248; 136, 194, 261 Rn. 165 f.[]
  24. BVerfGE 137, 1, 20 Rn. 48[]
  25. BVerfGE 137, 1, 20 Rn. 49[]
  26. vgl. BVerfGE 75, 108, 158; 93, 319, 343; 108, 1, 16 f.; 124, 235, 244; 132, 334, 349 Rn. 47 f.; 135, 155, 206 Rn. 121; 137, 1, 20 f. Rn. 49; stRspr[]
  27. vgl. BVerfGE 132, 334, 349 Rn. 49; 137, 1, 20 f. Rn. 49 m.w.N.[]
  28. vgl. grund­le­gend BVerfGE 93, 319, 345[]
  29. vgl. Sack­s­of­sky, Recht­li­che Mög­lich­kei­ten des Ver­kaufs von Emis­si­ons­be­rech­ti­gun­gen, 2008, S. 43 ff.; Mar­ti­ni, Der Markt als Instru­ment hoheit­li­cher Ver­tei­lungs­len­kung, 2008, S. 770; Hel­big, Wind­fall Pro­fits im euro­päi­schen Emis­si­ons­han­del, 2010, S.207 ff.; Wein­reich, in: Land-man­n/Roh­mer, Umwelt­recht, § 19 ZuG 2012 Rn. 32, April 2009; Körner/​v. Schwe­i­nitz, in: Körner/​Vierhaus, TEHG, 2005, § 18 ZuG 2007 Rn. 38; a.A. Burgi/​Selmer, Ver­fas­sungs­wid­rig­keit einer ent­gelt­li­chen Zutei­lung von Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten, 2007, S. 51 ff.; Reben­tisch, NVwZ 2006, S. 747, 752[]
  30. vgl. hier­zu auch BVerfGE 15, 1, 15[]
  31. vgl. Martini/​Gebauer, ZUR 2007, S. 225, 227; End­ers, LKV 2007, S.193, 194[]
  32. vgl. Wein­reich, in: Landmann/​Rohmer, Umwelt­recht, § 19 ZuG 2012 Rn. 32, April 2009[][]
  33. vgl. End­ers, LKV 2007, S.193, 194[]
  34. vgl. Martini/​Gebauer, ZUR 2007, S. 225, 228[]
  35. vgl. zur Dif­fe­ren­zie­rung inner­halb der abga­ben­be­las­te­ten Grup­pe bei mehr­stu­fi­gen Markt­ver­hält­nis­sen BVerfGE 135, 155, 215 ff. Rn. 140 ff.[]
  36. vgl. BT-Drs. 16/​5769, S. 17[][]
  37. in Bezug auf erst künf­tig ent­ste­hen­de Ver­gü­tungs­an­sprü­che offen­ge­las­sen in BVerfGE 122, 374, 385 f.; vgl. auch BVerfG, Beschlüs­se vom 20.09.2016 – 1 BvR 1299/​15, NVwZ 2017, S. 702, Rn. 16, – 1 BvR 1387/​15, NVwZ 2017, S. 705, 706 Rn. 34[]
  38. vgl. BVerfGE 31, 275, 284 ff., 289 f.; 36, 281, 293; 42, 263, LS 4 und S. 294; 58, 300, 351; 143, 246, 342 Rn. 269[]
  39. vgl. BVerfGE 78, 58, 75[]
  40. vgl. BVerfGE 83, 201, 212; 102, 1, 16[]
  41. vgl. BVerfGE 31, 275, 290; 70, 191, 201 f. m.w.N.; 143, 246, 342 Rn. 269[]
  42. vgl. BVerfGE 42, 263, 294 f.; 58, 300, 351[]
  43. vgl. BVerfGE 83, 201, 212[]
  44. vgl. BVerfGE 83, 201, 213; hier­auf ver­wei­send BVerfGE 102, 1, 16[]
  45. vgl. BVerfGE 105, 252, 277 f.; 110, 274, 290; 143, 246, 343 Rn. 270; eben­so zu Art. 12 GG BVerfGE 121, 317, 383[]
  46. vgl. BVerfGE 45, 142, 167 f.; 101, 239, 262; 132, 302, 318 Rn. 42 f.; 135, 1, 13 Rn. 37[]
  47. vgl. BVerfGE 132, 302, 318 Rn. 42 f.; 135, 1, 13 Rn. 37[]
  48. vgl. BVerfGE 11, 139, 145 f.; 30, 367, 386; 101, 239, 263; 123, 186, 257; 132, 302, 318 Rn. 42; 135, 1, 13 Rn. 38[]
  49. vgl. BVerfGE 127, 1, 16 f.[]
  50. vgl. BVerfGE 101, 239, 263; 123, 186, 257; 132, 302, 318 Rn. 43[]
  51. vgl. BVerfGE 102, 68, 97; 122, 374, 396[]
  52. vgl. BVerfGE 30, 367, 389; vgl. auch BVerfGE 101, 239, 268 f.[]
  53. vgl. BVerfGE 14, 288, 299; 22, 241, 252[]
  54. vgl. BVerfGE 13, 39, 45 f.; 30, 367, 389; vgl. auch BVerfGE 97, 67, 80; 105, 17, 40; 127, 1, 20[]
  55. so auch Wol­ke, in: Landmann/​Rohmer, Umwelt­recht, § 2 ZuG 2012 Rn. 10, Dezem­ber 2011[]
  56. vgl. BVerw­GE 144, 248, 278 ff. Rn. 82, 86[]
  57. vgl. BVerw­GE 144, 248, 279 f. Rn. 84 f.[]