Ver­la­ge­rung von Aus­gleichs­flä­chen beim Autobahnneubau

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heu­te die Kla­ge einer Natur­schutz­ver­ei­ni­gung gegen die Ände­rung des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf für den Neu­bau eines Teil­stücks der Auto­bahn A 44 zwi­schen Ratin­gen und Vel­bert abgewiesen.

Ver­la­ge­rung von Aus­gleichs­flä­chen beim Autobahnneubau

Im Jahr 2009 hat­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auf die Kla­gen zwei­er Land­wir­te, die sich gegen die Inan­spruch­nah­me land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen für natur­schutz­recht­li­che Aus­gleichs­maß­nah­men wand­ten, den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für den Neu­bau des Teil­stücks der A 44 für rechts­wid­rig und nicht voll­zieh­bar erklärt (s. Pes­se­mit­tei­lung Nr. 15/​2009). Mit dem im jet­zi­gen Ver­fah­ren streit­ge­gen­ständ­li­chen Ände­rungs­plan­fest­stel­lungs­be­schluss hat die Bezirks­re­gie­rung zur Scho­nung der land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen die Aus­gleichs­flä­chen verlagert.

Die Kla­ge der Natur­schutz­ver­ei­ni­gung gegen die­sen von den betrof­fe­nen Land­wir­ten nicht ange­grif­fen Beschluss hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt abge­wie­sen. Die Ände­rung des Aus­gleichs­kon­zepts ist – ohne dass es dafür einer Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung bedurf­te – mit den Belan­gen des Natur­schut­zes ver­ein­bar. Ins­be­son­de­re weist die zum Schutz des Stein­kau­zes fest­ge­setz­te Aus­gleichs­flä­che eine für die­se streng geschütz­te Vogel­art aus­rei­chen­de Habi­tat­eig­nung aus.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 25. Juni 2014 – 9 A 1.2013 -