Verkehrsrecht — und der Zusammenhang zur Umwelt

Viele Aut­o­fahrer geben gerne mal mehr Gas, als erlaubt ist. Wer das Verkehrsrecht nicht beachtet riskiert nicht nur hohe Bußgelder, son­dern auch einen möglichen Führerscheinentzug. Wenn Sie Hil­fe bei dem Verkehrsrecht brauchen, weil Sie beispiel­sweise eine rote Ampel über­fahren haben und auf Ihren Führerschein angewiesen sind, emp­fiehlt es sich einen erfahre­nen Recht­san­walt einzuschal­ten. Aber warum ist die Ein­hal­tung des Verkehrsrechts wichtig im Bezug auf die Umwelt?

Verkehrsrecht — und der Zusammenhang zur Umwelt

Es ist nach­weis­lich belegt, dass die Nichtein­hal­tung von städtis­chen Geschwindigkeitsvor­gaben die städtis­che Lebens- und Aufen­thalt­squal­ität sowie die Verkehrssichert neg­a­tiv bee­in­flusst. Das Umwelt­bun­de­samt ließ in einem Forschung­spro­jekt unter­suchen, wie Höch­st­geschwindigkeit­en die Umweltqual­ität an den Hauptverkehrsstraßen bee­in­flussen. Betra­ch­tungs­ge­gen­stände der Unter­suchung waren Schad­stof­fe­mis­sio­nen, Lärm- , Wohn- und Umweltqual­ität, Neben­wirkun­gen und Verkehrssicher­heit für Fußgän­gerIn­nen und Fahrad­fa­herIn­nen. Das wichtig­ste Ergeb­nis dieses Forschung­spro­jek­tes ist, dass ein stetiger Verkehrs­fluss zwis­chen 30 und 50 km/h die meis­ten Vorteile für die städtis­che Ökolo­gie hat. Ein Zusam­men­spiel von konzep­tionell-planer­ischen und reg­u­la­tiv-juris­tis­chen Maß­nah­men ermöglicht das Erre­ichen von solchen geeigneten Geschwindigkeit­sniveaus. Dadurch wird eine nach­haltige Stad­ten­twick­lung ermöglicht.

Umweltschützende Maßnahmen durch gesetzliche Verbote

Unnötiger Lärm sowie ver­mei­d­bare Abgas­beläs­ti­gun­gen sind bei der Benutzung von Fahrzeu­gen ver­boten. Außer­dem ist es ver­boten, die Motoren unnötig laufen zu lassen, beispiel­sweise den Wagen im Win­ter im Leer­lauf anzuschal­ten und warm­laufen zu lassen. Auch unnützes Hin- und Her­fahren inner­halb geschlossen­er Ortschaften ist nicht erlaubt, unter der Bedin­gung, dass Andere davon belästigt wer­den. Um die Umwelt­be­las­tung durch Lastkraft­wa­gen einzuschränken, dür­fen diese nur inner­halb bes­timmter Zeit­en fahren. An Sonn- und Feierta­gen zwis­chen 0.00 und 22.00 ist es LKWs ver­boten mit ein­er zuläs­si­gen Gesamt­masse von über 7,5t sowie Anhänger hin­ter LKWs zu verkehren. Aber wie so oft bestäti­gen Aus­nah­men die Regeln. Die Beförderung von verderblichen Lebens­mit­teln wie Milch, Fleisch, Fisch sowie Obst und Gemüse sind von dem Ver­bot des § 30 StVO ausgenom­men.

Umweltschutz in Form der Umweltplakette

Mit der Ein­führung der „Verord­nung zur Durch­führung des Bun­des-Immis­sion­ss­chutzge­set­zes“ wurde die Ein­rich­tung von Umwelt­zo­nen in den deutschen Städten ermöglicht. Ziel der Verord­nung ist die Min­imierung der Stick­stof­fox­id- und Fein­staubbe­las­tung in städtis­chen Bal­lungs­ge­bi­eten, daher auch der Alter­na­tive Name ‚Fein­staub­plakette‘. Seit Inkraft­treten des Geset­zes dür­fen Fahrzeuge nur noch mit entsprechen­der Schad­stof­f­gruppe in die entsprechend aus­geze­ich­neten Umwelt­zo­nen ein­fahren. Die entsprechende Plakette soll vorne rechts im Fahrzeug an die Wind­schutzscheibe gek­lebt wer­den. Wer ohne eine solche Plakette in eine Umwelt­zone fährt, muss mit Bußgeldern rech­nen. Seit 2014 dür­fen die meis­ten Umwelt­zo­nen nur noch mit grün­er Plakette befahren wer­den. Die Verbesserung der Luftqual­ität kon­nte bish­er allerd­ings nicht fest­gestellt wer­den.