Übrig­bleib­sel des geschei­ter­ten Umweltgesetzbuches

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern Ent­wür­fe für vier ein­zel­ne Ände­run­gen des Umwelt­rechts beschlos­sen. Damit sol­len zumin­dest die Tei­le des ursprüng­lich geplan­ten Umwelt­ge­setz­bu­ches umge­setzt wer­den, die der­zeit in der Regie­rungs­ko­ali­ti­on unstrit­tig sind. Die Ent­wür­fe ent­hal­ten neben dem „Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz Umwelt“ im Wesent­li­chen Novel­len des Was­ser­rechts, das Natur­schutz­rechts und des Strahlenschutzrechts. 

Übrig­bleib­sel des geschei­ter­ten Umweltgesetzbuches

Das der­zeit noch gel­ten­de Was­ser­haus­halts­ge­setz und das bis­he­ri­ge Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz ent­hal­ten Rah­men­vor­schrif­ten, die von den Bun­des­län­dern aus­zu­fül­len sind. Als Ergeb­nis der Föde­ra­lis­mus­re­form dürf­ten die Bun­des­län­der ohne die Neu­re­ge­lun­gen ab Janu­ar 2010 von den Rah­men­vor­ga­ben des Bun­des abwei­chen. Die Fol­ge könn­te sein, dass 16 völ­lig unter­schied­li­che Lan­des­ge­set­ze im Was­ser- und Natur­schutz­recht ent­ste­hen. Dies soll mit den jetzt in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­brach­ten Geset­zes­ent­wür­fen ver­hin­dert wer­den. Beim Was­ser­recht kommt hin­zu, dass der Bund dring­li­chen Ver­pflich­tun­gen zur Umset­zung von EG-Richt­li­ni­en nach­kom­men muss.

Das Gesetz zur Rege­lung des Schut­zes vor nich­tio­ni­sie­ren­der Strah­lung setzt wich­ti­ge Emp­feh­lun­gen der EU zum Schutz vor elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­dern um und ergänzt die bestehen­den Schutz­vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re im Bereich der opti­schen Strah­lung. Für Min­der­jäh­ri­ge, die regel­mä­ßig ins Son­nen­stu­dio gehen, erhöht die Expo­si­ti­on durch künst­li­che UV-Strah­lung das Risi­ko einer Haut­krebs­er­kran­kung erheb­lich. Des­halb sieht der Gesetz­ent­wurf hier ein ent­spre­chen­des Nut­zungs­ver­bot vor.

Mit dem Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz Umwelt wer­den ver­schie­de­ne klei­ne­re umwelt­recht­li­che Ände­run­gen und Kon­kre­ti­sie­run­gen vorgenommen.