Richt­li­nie Wolf

Noch in die­sem Jahr sol­len Nutz­tier­hal­ter in Nie­der­sach­sen För­der­mit­tel für den Erwerb von Elek­tro­zäu­nen und Zube­hör für den vor­beu­gen­den Schutz ihrer Her­den vor Über­grif­fen durch Wöl­fe bean­tra­gen kön­nen. Das Land will künf­tig nicht mehr nur für Schä­den auf­kom­men, die der Wolf ver­ur­sacht, son­dern auch Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men fördern.

Richt­li­nie Wolf

In Zukunft sol­len auch Zuwen­dun­gen für Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men – für Schutz­zäu­ne und Her­den­schutz­hun­de – gewährt wer­den. Hier­bei will Nie­der­sach­sen auf Basis eines lan­des­weit abge­stimm­ten Richt­li­ni­en­ent­wurfs bis zum Jah­res­en­de mit der För­de­rung begin­nen. Dabei sind die bei­hil­fe­recht­li­chen Vor­ga­ben der EU ein­zu­hal­ten. Es ist geplant, die Richt­li­nie von der EU noti­fi­zie­ren zu lassen.

Kon­kret regelt die „Richt­li­nie über die Gewäh­rung von Bil­lig­keits­leis­tun­gen und Zuwen­dun­gen zur Min­de­rung von durch den Wolf ver­ur­sach­ten wirt­schaft­li­chen Belas­tun­gen in Nie­der­sach­sen“ (Richt­li­nie Wolf) ers­tens die Bil­lig­keits­leis­tun­gen bei Nutz­tier­ris­sen, die vom Land bereits gezahlt wer­den, sowie zwei­tens die neu­en Zuwen­dun­gen für Präventionsmaßnahmen:

Bei den Bil­lig­keits­leis­tun­gen han­delt es sich um frei­wil­li­ge Zah­lun­gen des Lan­des für durch den Wolf getö­te­te oder ver­letz­te Scha­fe, Zie­gen, Gat­ter­wild­tie­re, Rin­der, Pfer­de, Jagd- und Hüte­hun­de sowie Her­den­schutz­tie­re. Nicht nur Nutz­tier­hal­ter im Haupt- oder Neben­er­werb, son­dern auch Hob­by­nutz­tier­hal­ter erhal­ten wei­ter­hin Bil­lig­keits­leis­tun­gen bei Schäden.

Als Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men sol­len künf­tig Auf­rüs­tun­gen und ein­ma­li­ge Neu­an­schaf­fun­gen von Schutz­zäu­nen nebst Zube­hör zur Errei­chung eines wolfs­ab­wei­sen­den Grund­schut­zes sowie die Anschaf­fung von Her­den­schutz­hun­den geför­dert wer­den – und zwar vor­ran­gig in der soge­nann­ten För­der­ku­lis­se Her­den­schutz, das heißt in den Gebie­ten, in denen sich der Wolf ange­sie­delt hat. Grund­sätz­lich soll es Zuwen­dun­gen für Her­den­schutz­maß­nah­men für die Hal­ter von Scha­fen, Zie­gen und Gat­ter­wild geben. Im Aus­nah­me­fall kön­nen auch Schutz­maß­nah­men für Rin­der und Pfer­de geför­dert wer­den. Nutz­tier­hal­ter im Haupt- oder Neben­er­werb kön­nen För­der­an­trä­ge stellen.