NABU-Antrag abgewiesen: Windkraftanlage genehmigt

Das vor­läu­fige Rechtss­chutzver­fahren, in dem der Naturschutzbund Deutsch­land Lan­desver­band Nor­drhein-West­falen die Genehmi­gung ein­er Wind­kraftan­lage vor­läu­fig aus­set­zen lassen wollte, ist vom Ver­wal­tungs­gericht Düs­sel­dorf abgelehnt wor­den. Der Kreis Wesel hat­te für eine 150 Meter hohe Wind­kraftan­lage in Wesel-Büderich die Genehmi­gung erteilt.

NABU-Antrag abgewiesen: Windkraftanlage genehmigt

Das Ver­wal­tungs­gericht ist der Auf­fas­sung, dass auf der Grund­lage der dem Gericht vor­liegen­den Sachver­ständi­gengutacht­en die in der Genehmi­gung enthal­te­nen umfan­gre­ichen Aufla­gen z.B. in Form von zeitlichen Betrieb­sein­schränkun­gen hin­re­ichend sichergestellt werde. Daher könne die Errich­tung und der Betrieb der Wind­kraftan­lage nicht zu ein­er Beein­träch­ti­gung des Europäis­chen Vogelschutzge­bi­etes „Unter­er Nieder­rhein“ führen. Außer­dem werde damit der Schutz von ark­tis­chen Gänsen und Fle­d­er­mäusen hin­re­ichend Rech­nung getra­gen.

Auch gegen den Stan­dort der Wind­kraftan­lage inner­halb eines Land­schaftss­chutzge­bi­etes und in der Nähe zu einem Naturschutzge­bi­et bestün­den keine durch­greifend­en Bedenken, weil die Schutzz­wecke dieser Gebi­ete nicht beein­trächtigt wür­den.

Der Naturschutzbund Deutsch­land Lan­desver­band Nor­drhein-West­falen kann gegen diesen Beschluss beim Oberver­wal­tungs­gericht für das Land Nor­drhein-West­falen in Mün­ster Beschw­erde ein­le­gen.

Ver­wal­tungs­gericht Düs­sel­dorf, Beschluss vom 31. Okto­ber 2011 — 11 L 965/11