Kein Hühnerauslauf im Wald

Das Ver­wal­tungs­gericht Düs­sel­dorf hat in einem vor­läu­fi­gen Rechtss­chutzver­fahren die Ver­fü­gung des Lan­des­be­triebes Wald und Holz bestätigt, mit der den Antrag­stellern, die einen Leg­e­hen­nen­be­trieb in Bio-Frei­land­hal­tung betreiben, die Nutzung ein­er ca. 5 ha großen Wald­fläche zum Aus­lauf für die im Betrieb gehal­te­nen Hüh­n­er unter­sagt wor­den ist. Die Antrag­steller hat­ten die Wald­fläche zum Nach­weis der für die Bio-Eier-Zer­ti­fizierung erforder­lichen Aus­lauf­flächen in ihren Betrieb ein­be­zo­gen.

Kein Hühnerauslauf im Wald

Die betriebliche Nutzung der Wald­fläche ohne forstrechtliche Wal­dumwand­lungs­genehmi­gung sei formell rechtwidrig, so das Ver­wal­tungs­gericht Düs­sel­dorf in seinen Entschei­dungs­grün­den. Die Wal­dumwand­lung könne derzeit vom Lan­des­be­trieb Wald und Holz auch nicht genehmigt wer­den, weil es an der erforder­lichen und für das Ver­fahren vor­grei­flichen land­schaft­srechtlichen Befreiung von den Fest­set­zun­gen des ein­schlägi­gen Land­schaft­s­plans des Kreis­es Mettmann fehle. Die mit der Unter­sa­gung ver­bun­de­nen wirtschaftlichen Fol­gen seien von den Antrag­stellern, die die Wald­flächen bis­lang rechtswidrig genutzt hät­ten, hinzunehmen.

Über den hier­durch dro­hen­den Entzug des Bio-Siegels wird in einem geson­derten Ver­fahren entsch­ieden.

Ver­wal­tungs­gericht Düs­sel­dorf, Beschluss vom 15. März 2010 — 15 L 332/10