Folgen des Klimawandels absichern

Der Klimawandel – verursacht durch den Ausstoß von enormen Mengen an Treibhausgasen – ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Extreme Wetterverhältnisse sind die Folge: Von ungewöhnlich starken Regenfällen bis zu lang anhaltenden Dürreperioden mit stetig steigenden Temperaturen sind gerade Entwicklungs- und Schwellenländer immer häufiger betroffen. Daher werden große Anstrengungen unternommen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu minimieren und damit den Klimaschutz voranzutreiben.

Folgen des Klimawandels absichern

So ist der Klimaschutz auch ein großes Thema bei dem G7-Gipfel in Elmau. Besonders wird auf das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels des Weltklimarates Wert gelegt und beraten, wie dieses Ziel realisiert werden kann. So soll auf den Abschluss eines Klimaabkommens auf dem Klimagipfel in Paris im Dezember diesen Jahres hingearbeitet werden.

Da der Klimawandel aber nicht erst in der Zukunft stattfindet, sondern bereits in vollem Gang ist, beschränken sich die angestrebten Maßnahmen nicht nur auf die Verringerung der Treibhausgase sondern haben auch die Schadensbegrenzung im Focus bei den durch den Klimawandel verursachten extremen Wetterereignissen und Folgen für die betroffene Bevölkerung. Im Rahmen eines Klimarisikomanagements werden betroffene Länder und Regionen nicht nur bei der Risikoanalyse in Bezug auf den Klimawandel unterstützt, sondern erhalten auch Hilfe bei der Minimierung oder Vermeidung dieser Risiken. Treten trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen extreme Wetterlagen auf, sollen die dadurch in ihrer Existenz bedrohten Menschen den Schaden nicht allein tragen müssen.

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Eine Möglichkeit bietet dabei die Klimarisikoversicherung: Gerade in Afrika sind Dürren eine große Bedrohung, die sich durch den Klimawandel noch verstärken wird. So ist z.B. mit Hilfe Deutschlands in Afrika die ARC Insurance Company Ltd. gegründet worden, die dieses Risiko “Dürre” absichern. Diese Versicherung kann jedes afrikanische Land abschließen, das ein Mitgliedstaat der Afrikanischen Union ist. Kommt es durch den Klimawandel dort zu einer Dürreperiode, finanziert die ARC Insurance Company Ltd. ein vorher festgelegtes Dürre-Notfallprogramm. Diese Versicherung kommt letzten Endes dem durch eine Dürre und der dadurch entfallenen Ernte in seiner Existenz bedrohten Kleinbauern zugute. Die wirtschaftlichen Folgen werden gemindert bzw. aufgefangen. Vergleichbare Versicherungen sollen zukünftig ebenfalls bei Überschwemmungen angeboten werden.