Förderung von Mehrwegverpackungen

15. Dezember 2016 | Abfallrecht
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Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat einen Entwurf für ein neues Verpackungsgesetz vorgelegt.

Das Bundesumweltministerium hat den Referentenentwurf für ein “Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen” veröffentlicht. Vorrangig soll es mit diesem Gesetz gelingen, die privaten Haushalte dazu zu bewegen, wesentlich mehr Abfälle zu recyceln. Dieser Gesetzesentwurf stellt einen Kompromiss dar, nachdem das vormals geplante Wertstoffgesetz nicht auf die Zustimmung der Länder gestoßen ist. In diesem Kompromiss wird besonders Wert auf die erforderliche ökologische Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung gelegt. Wie die Bundesumweltministerin weiter ausgeführt hat, sollen durch die Erhöhung der Recyclingquoten z.B. für Kunststoff erheblich mehr Haushaltsabfälle recycelt werden und darüber hinaus unnötige Abfälle vermieden werden.

Zur Abfallvermeidung gehört auch, Alternativen aufzeigen, wie z.B. Mehrwegverpackungen. Seit dem 12. Dezember wirbt das Bundesumweltministerium mit Hilfe von Videospots für die Verwendung von Mehrweggetränkeverpackungen. Hier wählt der Nutzer eines Getränkeautomaten, ob er das gewünschte Getränk in einer Einwegflasche oder einer Mehrwegflasche möchte:

Diese Kampagne dient zur Information der Verbraucher: In einem Jahr produziert Deutschland ca. 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll, von dem ein Großteil nicht recycelt wird. Der Anteil der Mehrwegverpackungen ist von 2004 (70 %) bis 2014 auf ca. 46 % zurückgegangen. Mit der Initiative des Bundesumweltministeriums werden die Vorteile von Mehrwegverpackungen verdeutlicht. Natürlich wird durch die Wiederverwendung von Verpackungen die Abfallmenge verringert. Aber auch die natürlichen Ressourcen werden geschont, da weniger Rohstoffe für die Herstellung verbraucht werden. Da eine Mehrwegflasche z.B. bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden kann, wird niht nur Energie eingespart, sondern auch die Produktionskosten gesenkt.

Diese und weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter http://www.volle-pulle-umweltschutz.de.

 
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