Ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te-Pro­duk­te-Gesetz

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag ist das Gesetz zur Novel­lie­rung des Ener­gie­be­trie­be­ne-Pro­duk­te-Geset­zes (EBPG) in Kraft getre­ten. Mit die­ser Novel­le wird die neu­ge­fass­te Öko­de­sign-Richt­li­nie 2009/​125/​EG der Euro­päi­schen Uni­on in deut­sches Recht umge­setzt und der Geset­zes­ti­tel in „Ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te-Pro­duk­te-Gesetz (EVPG)“ geändert.

Ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te-Pro­duk­te-Gesetz

Die Richt­li­nie 2009/​125/​EG hat den Gel­tungs­be­reich der Öko­de­sign-Richt­li­nie 2005/​32/​EG von ener­gie­be­trie­be­nen auf ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te Pro­duk­te erwei­tert. Die Richt­li­nie erlaubt der EU-Kom­mis­si­on, Min­dest­an­for­de­run­gen für die umwelt­ge­rech­te Gestal­tung die­ser Pro­duk­te fest­zu­le­gen. Dadurch soll der Ener­gie­ver­brauch gesenkt, der Mate­ri­al­auf­wand ver­min­dert und die Belas­tung mit Schad­stof­fen redu­ziert wer­den. Zugleich wird ein Bei­trag zur Sicher­heit der Ener­gie­ver­sor­gung geleis­tet. Mit der Geset­zes­no­vel­le wer­den zudem eini­ge Vor­schrif­ten des EBPG zu Markt­über­wa­chung und Akkre­di­tie­rung an die Ver­ord­nung (EG) Nr. 765/​2008 ange­passt. Dadurch erhal­ten die zustän­di­gen Behör­den der Län­der ver­bes­ser­te Befug­nis­se für die Über­prü­fung von Pro­duk­ten aus dem In- und Ausland.

Das EVPG ent­hält im Wesent­li­chen Rege­lun­gen zu fol­gen­den Bereichen:

  • Ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te Pro­duk­te, die von einer Durch­füh­rungs­maß­nah­me erfasst wer­den, dür­fen unab­hän­gig von ihrem Her­kunfts­ort in Deutsch­land nur dann in Ver­kehr gebracht oder in Betrieb genom­men wer­den, wenn sie – außer der CE-Kenn­zeich­nung und dem Vor­lie­gen einer Kon­for­mi­täts­er­klä­rung – die in der jewei­li­gen Durch­füh­rungs­maß­nah­me for­mu­lier­ten Anfor­de­run­gen erfüllen.
  • Die­se Durch­füh­rungs­maß­nah­men gehen im Regel­fall davon aus, dass die Her­stel­ler die Kon­for­mi­tät mit den Öko­de­sign-Anfor­de­run­gen sel­ber prü­fen. In Fäl­len, in denen die Durch­füh­rungs­maß­nah­me eine Kon­for­mi­täts­prü­fung durch eine drit­te Stel­le vor­schreibt, wer­den die dafür zuge­las­se­nen Stel­len auf Antrag von den Bun­des­län­dern bestimmt.
  • Ver­stö­ße gegen die Vor­schrif­ten zur Ein­hal­tung der Öko­de­sign-Anfor­de­run­gen kön­nen mit einem Buß­geld geahn­det wer­den. Die Markt­auf­sicht obliegt den zustän­di­gen Landesbehörden.
  • Sowohl die zustän­di­gen Lan­des­be­hör­den Maß­nah­men der Markt­auf­sicht tref­fen, sind die­se der Bun­des­an­stalt für Mate­ri­al­for­schung und ‑prü­fung (BAM) zu mel­den, von der die Mel­dun­gen an die EU-Kom­mis­si­on wei­ter­ge­lei­tet wird. Soweit ein Pro­dukt vom Markt genom­men wird, wer­den von der BAM auch die ande­ren EWR-Mit­glied­staa­ten informiert.