CO2-Grenz­wer­te für „leich­te Nutzfahrzeuge“

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat die Ein­füh­rung von CO2-Grenz­wer­ten für neue „leich­te Nutz­fahr­zeu­ge“, die zum Trans­port von Gütern bestimmt sind, gebil­ligt. Die Regeln, auf die sich das Euro­päi­sche Par­la­ment mit den Mit­glied­staa­ten geei­nigt hat, beinhal­tet gleich­zei­tig Anrei­ze zur Her­stel­lung hoch­ef­fi­zi­en­ter Fahr­zeu­ge sowie Stra­fen für Her­stel­ler, die die­se Zie­le nicht einhalten.

CO2-Grenz­wer­te für „leich­te Nutzfahrzeuge“

Soll­te die Ver­ord­nung vom Minis­ter­rat gebil­ligt wer­den, wird sie die bereits exis­tie­ren­den CO2-Grenz­wer­te für Per­so­nen­kraft­wa­gen ergän­zen. Die Ver­ord­nung hat das Ziel, zu bes­se­rer Luft­qua­li­tät und zu den Kli­ma­zie­len der EU bei­zu­tra­gen. Dar­über hin­aus soll sie sicher­stel­len, dass klei­ne und mitt­le­re Her­stel­ler, die auf Nutz­fahr­zeu­ge ange­wie­sen sind, treib­stoff­ef­fi­zi­en­te­re Fahr­zeu­gen erhal­ten. Das Gewichts­li­mit für die­se Fahr­zeug­ka­te­go­rie ist 3,5t im bela­de­nen Zustand.

Die Rege­lung zielt dar­auf ab, Inno­va­tio­nen in der Indus­trie vor­an­zu­trei­ben. Es wur­de ein Anfangs­ziel von 175 Gramm CO2 pro Kilo­me­ter fest­ge­legt. Die durch­schnitt­li­chen CO2-Emis­sio­nen der Flot­te eines Her­stel­ler müs­sen 2014 70% des fest gesetz­ten Ziel­werts errei­chen und ab 2017 zur Gän­ze entsprechen.

Die Gesetz­ge­bung setzt zudem ein Ziel von 147 Gramm CO2 pro Kilo­me­ter fest, das bis zum Jahr 2020 erreicht wer­den soll. Die­se Zahl spie­gelt einen weni­ger ehr­gei­zi­gen Kom­pro­miss wider als von vie­len Abge­ord­ne­ten gewünscht, den­noch stimmt sie mit der mit dem Rat erziel­ten Ver­ein­ba­rung über­ein. Her­stel­ler, die weni­ger als 22 000 Neu­fahr­zeu­ge pro Jahr regis­trie­ren las­sen, dür­fen eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung beantragen.

Lie­fer­wa­gen, die weni­ger als 50 g CO2/​km aus­sto­ßen, ver­schaf­fen ihren Her­stel­lern auf beschränk­te Dau­er so genann­te „Super­credits“, weil sie 2014–15 bei der Errech­nung des Flot­ten­durch­schnitts als 3,5 Fahr­zeu­ge mit­zäh­len. Der Mul­ti­pli­ka­tor wird 2016 auf 2,5 und 2017 auf 1,5 Fahr­zeu­ge her­ab­ge­setzt, dann läuft das Sche­ma aus. Bei Emis­si­ons­wer­ten hin­ge­gen, die über den fest geleg­ten Limits lie­gen, sind Straf­zah­lun­gen vor­ge­se­hen, die ab 2019 95 €/​gr über­zäh­li­gem CO2 betra­gen werden.